Felix Kuchers erster Roman „Malcontenta“ erschien zwar erst 2016, doch ein Schreibender war er immer schon.

In der Jugend waren es Kurzgeschichten und Lyrik „ausschließlich für die Schublade“, erzählt der gebürtige Klagenfurter.

Nach seinen Studien der Klassischen Philologie, Theologie und Philosophie folgten zahlreiche wissenschaftliche Fachpublikationen.

„So um 2012 beschloss ich, wieder vermehrt literarisch tätig zu sein“, erinnert sich Kucher, der als Qualitätsmanager, Lehrer und Lehrbeauftragter arbeitet.

Aus allerlei losen Aufzeichnungen sollte ein Buch entstehen, „zu meiner Überraschung hat das funktioniert.“ Malcontenta war auf der Welt. Und nun, zwei Jahre später, folgte Kamnik.

Kamnik ist die Geschichte des Kärntner Slowenen Anton Lipic, der in den 1920er Jahren der wirtschaftlichen Trostlosigkeit Kärntens entflieht und sich in Argentinien eine neue Existenz aufbaut.

Parallel wird das Schicksal seines Bruders Josl erzählt, der daheimgebliebene Bauer, der nach der Machtübernahme gegen die Nazis aufbegehrt und dafür im KZ mit dem Leben bezahlt.

Der titelgebende Kamnik ist jene unheilvolle Figur, die beide Erzählstränge miteinander verbindet.

Die Handlung fußt auf den nur lückenhaft überlieferten Lebenswegen zweier Großonkel Kuchers.

Mit penibler Recherche, etwa zur Auswanderermaschinerie im frühen 20. Jahrhundert, fundiertem historischen Wissen und klarem sprachlichen Ausdruck hat der Autor daraus einen Roman geflochten, der den Leser viele neue Einsichten gewährt und bis zur letzten Seite spannend bleibt.

Highly recommended!

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Foto: Schweiger, Picus

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