Banner der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur 2026 auf zerknittertem, weißem Papierhintergrund. Links eine stilisierte Linienzeichnung des Porträts von Ingeborg Bachmann, daneben die rote Jahreszahl '26 und der Text „50. Tage der deutschsprachigen Literatur“. Oben rechts die Senderlogos von ORF K und 3sat.

Bachmannpreis 2026

Lena Schätte gewinnt den Bachmannpreis 2026

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Die 50. Tage der deutschsprachigen Literatur sind entschieden: Lena Schätte gewinnt mit ihrem Text „Was wir tragen“ den Ingeborg-Bachmann-Preis 2026. Die deutsche Autorin wurde von Thomas Strässle eingeladen und überzeugte Jury wie Publikum gleichermaßen.

Nach drei intensiven Lesetagen im ORF-Landesstudio Kärnten fand am Sonntag, dem 28. Juni 2026, die Preisverleihung im ORF-Theater in Klagenfurt statt. Insgesamt wurden sechs Preise vergeben. Der Hauptpreis, dotiert mit 30.000 Euro, ging an Lena Schätte. Zusätzlich erhielt sie den BKS Bank-Publikumspreis sowie den mit dem Publikumspreis gekoppelten Preis „Festivalschreiber:in“ des Carinthischen Sommers. Damit ist sie die große Gewinnerin dieser Jubiläumsausgabe.

Bildhinweis: © ORF/Johannes Puch

Bildhinweis: © ORF/Johannes Puch

 

Die Preisträger:innen der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur 2026. Bildhinweis: © ORF/Johannes Puch

Ein Jubiläum mit besonderem Gewicht

2026 war ein doppeltes Jubiläumsjahr für den Bachmannpreis: Zum 50. Mal wurde der Wettbewerb im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur vergeben. Gleichzeitig wäre Ingeborg Bachmann am 25. Juni 100 Jahre alt geworden. Klagenfurt stand damit einmal mehr im Zentrum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

Der ausgezeichnete Text „Was wir tragen“ erzählt von Freundschaft, Körperlichkeit, Ausgrenzung und Selbstbehauptung. In der Laudatio wurde besonders die sprachliche Klarheit und Kraft des Textes hervorgehoben. Gerade diese Verbindung aus Genauigkeit, Verletzlichkeit und literarischer Stärke machte Schättes Auftritt zu einem der eindrücklichsten Momente des Wettbewerbs.

Die Preisträger:innen 2026

Ingeborg-Bachmann-Preis 2026:
Lena Schätte für „Was wir tragen“, eingeladen von Thomas Strässle. Dotierung: 30.000 Euro.

Kelag-Preis:
Kinga Tóth, eingeladen von Brigitte Schwens-Harrant. Dotierung: 15.000 Euro.

Deutschlandfunk-Preis:
Ozan Zakariya Keskinkılıç, eingeladen von Mara Delius. Dotierung: 12.500 Euro.

3sat-Preis:
Magdalena Schrefel, eingeladen von Laura de Weck. Dotierung: 7.500 Euro.

BKS Bank-Publikumspreis:
Lena Schätte, eingeladen von Thomas Strässle. Dotierung: 7.000 Euro.

Preis „Festivalschreiber:in“ des Carinthischen Sommers:
Lena Schätte. Dotierung: 3.000 Euro.

Literatur, die sichtbar bleibt

Die Tage der deutschsprachigen Literatur sind seit Jahrzehnten mehr als ein Wettbewerb. Sie sind ein öffentlicher Denkraum: für neue Texte, für Widerspruch, für Debatten und für die Frage, was Literatur heute leisten kann. Dass diese Gespräche aus Klagenfurt weit über die Stadt hinaus wirken, gehört zur besonderen Kraft des Bachmannpreises.

Auch ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard betonte bei der Preisverleihung die Bedeutung dieses Jubiläums: Die Qualität der Texte, die Jury-Debatten und das Publikum hätten den Wettbewerb zu einem vollen Erfolg gemacht. Die Arbeit von ORF Kärnten und 3sat habe dafür gesorgt, dass diese besonderen Momente weit über Klagenfurt hinaus sichtbar wurden.

Wir gratulieren Lena Schätte und allen Preisträger:innen der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur herzlich.

Weitere Informationen, Texte, Videos und Fotos:
bachmannpreis.ORF.at

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