Deckenmalerei im Café Loretto (c) Gerhard Maurer

11 | Gabi Russwurm-Biró | Mein Café

Gabi Russwurm-Biró (c) Gerhard MaurerGabi Russwurm-Biró kommt aus Wien, lebt aber seit 13 Jahren in Klagenfurt. Nach Kärnten kam die Kunsthistorikerin „der Liebe wegen“, machte hier alle Höhen und Tiefen einer „Ich-AG“ durch. Nach zwei Jahren als Museumskuratorin im Landesmuseum wurde ihr Posten eingespart.

„Weil Posten für Kunsthistorikerinnen speziell für Nicht-Kärntnerinnen hierzulande rar sind, wechselte ich in den Journalismus“, erzählt Russwurm-Biró. Vier Jahre lang war sie erst als freie Kulturjournalistin bei der Kärntner Tageszeitung tätig, ehe sie ins Politik-Ressort wechselte. Nach zwei weiteren Jahren bei der Zeitung wurde 2008 auch dieser Posten nach Meinungsverschiedenheiten „weggespart“. Danach folgte ein Gastspiel in der politischen Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Projekte wie ein Kultur-Radweg oder die Arbeit bei einer Zeitschrift und die Organisation von Kulturreisen folgten.

Das Schreiben begleitete das jüngste Mitglied des Kärntner Schriftsteller Verbandes immer schon. „Alleine die Veröffentlichungen waren nicht immer einfach“, erklärt Russwurm-Biró. Nachsatz: Ihr fehle der nötige Mut, das alleine anzugehen.

Keine Probleme hat sie mit Sammelbänden, bei denen viele Beiträge lieferten. Zwei davon wurden bereits veröffentlicht, ein dritter ist in Arbeit.

  • 2008 erschien Mein Café. Russwurm-Biró wollte damit das Vorurteil ausräumen, in Kärnten gäbe es keine Kaffeehauskultur. Sie bat 30 Autorinnen und Autoren, ihre Lieblingskaffeehäuser zu beschreiben. Bebildert wurde das Buch vom Klagenfurter Fotografen Gerhard Maurer.
  • Vor einem Jahr erschien Mein See mit Fotografien von Johannes Puch. Darin beschreiben 33 Kärntner Literaten ihre Lieblinsseen. Vergleiche sind durchaus möglich, kommt doch der Wörthersee gleich viermal vor.

Zuvor war Russwurm-Biró als Kulturhistorikerin eher in der wissenschaftlichen Literatur tätig und übte sich aber mit zwei Werken im Genre der Kinderbücher.

Einige der Bücher von Gabi Russwurm-Biró

Irgendwie leben wir wie ein entferntes Gebirgsvolk nennt sich der Text, der sich auf den pingeb.org-Stickern befindet. Es ist Russwurm-Birós Beitrag für den Sammelband Mein Café und beschreibt das die Wandmalereien von Alois Köchl im Klagenfurter Café Loretto am Domplatz.

„Schon der recht heftig klingende Titel verrät, dass der Text an sich recht pointiert ist“, meint Russwurm-Biró. Er basiert auf einem längeren Interview der Schriftstellerin mit dem Maler.

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